24. Juli 2015

Rezension: Mind Games

Inhalt:

Mehrere Jahre in der Zukunft, der Dritte Weltkrieg hat bereits stattgefunden. Die Menschheit verbringt beinahe ihre gesamte Lebenszeit in der virtuellen Welt, der Konzern PareCo hat es ihnen durch spezielle Implantate ermöglicht. Schule, Hobbys ja sogar Dates finden nun online statt. Doch Luna ist nicht mit dabei. Sie weigert sich strikt – zum einen, weil ihre Mutter Astra durch ein Online-Spiel ums Leben kam, zum anderen, weil ihr unvorstellbar schlecht wird, wenn sie sich einloggt. Sie befindet sich war in der virtuellen Welt, spürt aber dennoch ihren realen Körper. Eine Besonderheit, die sie unbedingt verbergen muss. Als sie trotz mittelmäßiger Leistungen zu einem wichtigen Auswahlverfahren von PareCo eingeladen wird, stellt sich ihr Leben komplett auf den Kopf. Sie lernt nicht nur den begabten Hacker Gecko kennen, sondern hinterfragt die von PareCo geschaffene Welt immer mehr.
Wieso will die Firma ausgerechnet sie für einen der begehrten Programmierer-Jobs? Und wieso kann sich Luna plötzlich nicht mehr an sechs vergangene Tage erinnern?



 
Meine Meinung:

Es ist das erste Buch, das ich von Teri Terry gelesen habe. Ich habe schon viel von ihr gehört und kann mich all den begeisterten Fans von ihr nur anschließen: ich bin begeistert!
Ihr Schreibstil ist absolut packend und lässt einen nicht mehr los.

Die Charaktere sind liebevoll geschaffen, die Ideen beneidenswert. Gleich von Anfang an habe ich große Sympathien für Luna entwickelt und bin in diese unbekannte Welt hinabgetaucht. Auftauchen wollte ich hingegen nicht mehr - das Buch wollte ich gar nicht mehr aus den Händen legen und habe es dementsprechend innerhalb zwei Tage durchgelesen.

Auch wenn es sich um eine komplett neue Welt handelt, die Terry hier erschafft, wird man als Leser nicht ins kalte Wasser geschmissen, sondern erfährt Stück für Stück mehr über die Zusammenhänge und wie das ganze System dieser virtuellen Welt funktioniert.

Die Grundidee ist faszinierend und zugleich beängstigend - so etwas könnte uns durchaus ebenfalls mal passieren.

Dieser Jugendthriller ist nicht nur was für Science-Fiction-Fans, sondern für jedermann eine spannende Geschichte. Sehr zu empfehlen! 



Titel: Mind Games
Autorin: Teri Terry
Verlag: Coppenrath
Preis: 17,95 €
ISBN-Nummer: 978-3649667124

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21. Juli 2015

Rezension: Cottage mit Kater

Inhalt:

Endlich Zeit für sich und das Buch - mit diesem Vorsatz nimmt Schriftstellerin Nora gerne das Angebot ihres langjährigen Freundes Paul an, in seinem Cottage in Cornwall zu wohnen.
Nach herben persönlichen Rückschlägen, hofft Nora nun endlich an ihrem Krimi weiterarbeiten zu können, den sie immer wieder aufs Neue aufgeschoben hat. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus - ein kleiner Kater stellt ihr Leben komplett auf den Kopf.
Wahrscheinlich aus tiefster Dankbarkeit, weicht der schwarz-weiße Kater nicht mehr von ihrer Seite, nachdem sie ihn vor dem grausamen Tod durch einen Absturz an den Klippen gerettet hat.
Und als wäre die Spiellaune, der Fressdrang oder die Katermafia im Garten nicht schon genug, bekommt sie den gutaussehenden, aber leider schwulen, Nachbar Phil nicht mehr aus dem Kopf - oder ist er doch nicht schwul...?





 
Meine Meinung:

Katzen und Cornwall? Klang für mich als Katzen- und Naturliebhaberin nach der perfekten Mischung. Und ich wurde keinesfalls enttäuscht - im Gegenteil: ich wurde positiv überrascht!

Wer bei diesem Roman einen typischen Frauen-Kitsch-Roman erwartet, wird wohl nicht fündig. Die Autorin Hermien Stellmacher hat mit "Cottage mit Kater" nämlich ein wunderbar vielschichtiges Buch geschaffen, dass alles mögliche in sich vereint.

So ist es eben nicht nur eine Geschichte über einen Kater und die Landschaft. Nein, es werden auch ernste Themen wie Demenz thematisiert und - was mich absolut überzeugt hat - auch, wie Schriftsteller vorgehen. Teils lässt es sich sogar als Ratgeber anwenden, denn die Methoden, die Nora anwendet, um aus ihrer Schreib-Sackgasse hinauszukommen sind nicht nur interessant für diesen Roman, sondern allgemein anwendbar. Als i-Tüpfelchen kommt natürlich noch Freundschaft und Liebe zur Sprache.

Alles in allem: einfach toll!

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass alles ineinander greift. Keine Szene ist überflüssig, jeder Schritt bringt Nora oder die Geschichte voran, was einen schönen Lesefluss ermöglicht.

Und der Kater ist einfach zum Knuddeln. Jeder der Katzen hat, wird so einige Eigenheiten wiedererkennen und oft Schmunzeln müssen - und jeder andere wird sofort eine Katze haben wollen ;-)

Schmunzeln musste ich öfters, sogar auch Lachen - und trotzdem gab es auch Szenen, die mich sehr berührt haben oder mit zum Nachdenken gebracht haben.

Nora, die Protagonistin, ist eine Person, mit der sich bestimmt viele Leserinnen identifzieren können. Sie ist wunderbar normal und bodenständig, hat so ihre Eigenheiten und muss sich auch durchs Leben kämpfen.



Fazit:

Ich hatte viel Freude mit diesem Buch, habe gelacht, war zu Tränen gerührt - und war sehr traurig, dass die Geschichte doch so schnell wieder vorbei war.







Titel: Cottage mit Kater
Autorin: Hermien Stellmacher
Verlag: Insel Verlag
ISBN-Nummer: 978-3458360889
Preis: 8,99€

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16. Juli 2015

Rezension: Wind aus West mit starken Böen

Inhalt:

Katharina ist organisiert, ordentlich und pflichtbewusst - einfach perfekt. Tag für Tag bemüht sie sich, dieses Image aufrechtzuerhalten, sowohl auf der Arbeit, als auch im privaten Leben. In ihrem Job als Rechercheurin ist Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit auch wichtig, doch ihr restliches Leben erscheint trostlos und gefühlskarg.
Ihre Beziehung zu Jens läuft wie mit Handbremse angezogen. Nett, ja, aber leidenschaftlich? Fehlanzeige.
Einfach mal herzlich lachen? Vor Eifersucht wütend werden? Katharina verdrängt all ihre Emotionen und verbirgt sich hinter einer Maske der Gleichgültigkeit.

Bis sie aufgrund eines Rechercheauftrages nach Sylt fährt - und dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
Sie setzt sich endlich mit ihrer jüngeren Schwester Inken auseinander, die das komplette Gegenteil von ihr zu sein scheint: impulsiv, lebensfroh und emotional.

Und Stück für Stück beginnt Katharina zu merken, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann, dass sie einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit jahrelang verdrängt hat.
Und all dies nur wegen ihrer ersten großen Liebe: Hannes.

Als wäre die Konfrontation mit ihrer fast vergessenen Kindheit auf der Insel Sylt nicht schon genug, steht auf einmal Hannes vor der Tür...



Meine Meinung:

Ich bin absolut begeistert von diesem Roman. Nicht nur, dass Dora Heldt wieder einmal die perfekte Mischung zwischen lustig und ernst schafft, sondern auch, dass es sich angefühlt hat, als würde ich selbst einen kleinen Urlaub auf Sylt verbringen.

Die Charaktere sind so liebevoll geschaffen und jeder für sich ganz speziell. Da gibt es zum Beispiel Inken, die man aufgrund ihrer Schusseligkeit und Naivität, aber auch Gutmütigkeit und Optimismus, einfach ins Herz schließen muss.

Oder all die anderen Einheimischen der Insel, die einfach zu schrullig sind.

Und natürlich Katharina. Anfangs wollte ich sie am liebsten wachrütteln: du verpasst dein ganzes Leben, wach auf!!!
Umso mehr hat es mich dann gefreut, sie auf ihren Weg zur Besserung, bei ihrer Entwicklung, begleiten zu können.

Ein Stück weit war mir dieses Buch auch ein Ratgeber. Denn wer kennt das nicht, diesen Wunsch, alles genau zu planen, damit auch ja nichts schief geht?
Ich persönlich bin jedenfalls eine Kandidatin dafür... Deshalb konnte mir das Buch auch zeigen: Hey, das Leben kommt einfach so! Akzeptiere es, genieße es und LEBE!

Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen - gerade weil es eben nicht nur eine typische Liebesgeschichte ist, sondern vielmehr um die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen und die Bedeutung von Familie und Freundschaft geht.



Titel:Wind aus West mit starken Böen
Autorin: Dora Heldt
Verlag: Deutscher Taschenbuchverlag
Preis: 15,90 €
ISBN-Nummer: 978-3-423-26039-8

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13. Juli 2015

Rezept: Kirsch-Streusel-Kuchen



 Zutaten (für ein  Backblech):

  • zum Vorbereiten

    200g Butter
    2 Gläser Sauerkirschen (Abtropfgewicht je 350g)

  • für die Streusel

    300g Weizenmehl
    150g Zucker
    1/2 TL gem. Zimt

    • für den Quark-Öl-Teig

      450g Weizenmehl
      1 Pck. Dr. Oetker Backin
      250g Magerquark
      100ml Milch
      100ml Speiseöl, z.B. Rapsöl
      80g Zucker
      1 Prise Salz

      • für den Belag

        2 Becher (je 150g) Crème fraîche
        2 Eier (Größe M)
        40g Zucker
        1 Pck. Dr. Oetker Vanillin-Zucker
        40g Speisestärke

      • außerdem

        Butter oder Margarine zum Einfetten
        Backpapier
        etwas Mehl zum Bestäuben


      Zubereitung:

      1. Zum Vorbereiten für die Streusel die Butter in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze zerlassen (Mikrowelle auch möglich). Den Topf von der Kochstelle nehmen und die Butter abkühlen lassen.
      2. Zum Vorbereiten für den Belag die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen. Das Backblech in den Ecken und der Mitte leicht fetten, mit Backpapier belegen.
      3. Für die Streusel Mehl mit Zucker, Zimt und zerlassener Butter in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) zunächst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu Streuseln von gewünschter Größe verarbeiten (je länger man rührt, desto größer werden die Streusel).
      4. Den Backofen vorheizen. Ober-/Unterhitze: etwa 200°C; Heißluft: etwa 180°C
      5. Für den Teig Mehl mit Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Restliche Zutaten hinzufügen, mit dem Mixer (Knethaken) erst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe in etwa 1 Minute zu einem Teig verarbeiten (nicht zu lange, Teig klebt sonst).
      6. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen. Die Teigrolle auf das Backblech legen, den Teig ausrollen und evtl. mit den Händen an die Ränder und in die Ecken drücken. Die Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
      7. Für den Belag Crème fraîche mit Eiern, Zucker, Vanillin-Zucker und Speisestärke in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen gut verrühren. Die Masse mit einem Esslöffel auf den Kirschen verteilen. Die Streusel vom Rand aus nach innen auf die Creme streichen.
      8. Das Backblech auf der mittleren Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen schieben. Den Kuchen etwa 35 Minuten backen.
      9. Den Kuchen auf dem Backblech auf einem Kuchenrost erkalten lassen.




      11. Juli 2015

      Rezension: Inselhochzeit


      Inhalt:

      "Das kleine Inselhotel" wird zum Hochzeitshotel!
      Jannike hat es gewagt: Auf der kleinen Nordseeinsel konnte sie das heruntergekommene Leuchtturmwärterhaus in ein charmantes Hotel verwandeln. Genauer: in ein romantisches Hochzeitshotel! Ob Heiratsantrag beim Dünenpicknick oder Hochzeit im Watt Jannike macht alles möglich.
      Doch ihr eigenes Liebesleben liegt brach. Erst, als der attraktive Postbote Mattheusz auf die Insel zurückkehrt, schöpft sie neue Hoffnung.
      Läuten am Ende die Hochzeitsglocken der kleinen Inselkirche auch für Jannike?

      Humor, Herz und ganz viel Inselflair.



      Meine Meinung:

      Wie ein Kurzurlaub... Als kleines Nordlicht, hat mir die Kulisse dieses Buches natürlich hervorragend gefallen. Am liebsten wäre ich gleich dort hingereist, um Jannike tatkräftig zu unterstützten!

      "Inselhochzeit" ist der zweite Teil über das kleine Inselhotel, das Jannike nach einem großen Skandal und dem Aus ihrer Fernsehkarriere, kurzerhand gekauft hat. Doch man muss den ersten Teil nicht gelesen haben, um an diesem Buch hier Freude zu haben.

      Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Ich konnte mich sehr gut einfühlen und habe mitgelacht, geweint und gebangt. Dazu kommt, dass die Charaktere einfach sympathisch sind und wunderbar beschrieben - da fällt es leicht, sie ins Herz zu schließen (von so manchen Sturköpfen und Bösewichten mal abgesehen...).

      Jedes Kapitel beginnt nicht mit einer Überschrift, sondern immer mit einer kreativen Kleinigkeit. Mal ist es ein Brief, mal eine Rechnung, mal ein Bild - dies lockert das Buch auf und macht es einmalig. Diese Art von Aufmachung ist mir zuvor noch nicht begegnet!

      Die Geschichte war viel zu schnell wieder vorbei, ich vermisse Jannike und ihre Freunde der Nordseeinsel jetzt schon! Umso besser, dass es eine Fortsetzung geben soll...


      Das Buch ist ein wunderbarer Lesespaß und einfach zum Wohlfühlen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!





      Titel: Inselhochzeit
      Autorin: Sandra Lüpkes
      Verlag: rororo
      Preis: 9,99 €
      ISBN-Nummer: 978-3499270390

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      9. Juli 2015

      Rezept: Tomate-Mozzarella-Brötchen


      Mittagspause - eine halbe Stunde Zeit, um die Reserven aufzuladen, zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig auch noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Schwierig. Da wird schnell mal was vom Fast-Food-Stand nebenan gekauft - geht schnell und ist günstig.

      Ich sage euch: Es lohnt sich absolut, morgens etwas mehr Zeit einzuplanen und sich ein Brötchen zu belegen. Die Vorfreude darauf ist riesig und zufrieden gesättigt ist man danach auch.

      Ich wurde sogar gestern erst von einem Mann angesprochen, der im Vorbeigehen einen Blick auf meinen Mittagssnack geworfen hat:

      "Wo haben Sie das denn gekauft?", fragt er. Seine Augen scheinen mein Brötchen regelrecht zu verschlingen.
      Stolz erwidere ich: "Das habe ich mir selbst gemacht".
      Daraufhin erlischt jegliches Funkeln in seinen Augen. "Schade, genau so etwas habe ich gesucht. Aber danke." Und schon geht er weiter.

      Tja, ich sitze da, schaue zufrieden auf meine Hände hinab und beiße genüsslich in mein Brötchen. Ein Traum! Etwas schöneres gibt es nicht - da nehme ich mir die Zeit morgens gerne.

      Jetzt aber endlich das Rezept für euch:



      Zutaten (für 1 Brötchen):
      • 1 Brötchen (bei mir TK-Dinkelbrötchen)
      • 1/2 Kugel Mozzarella
      • 1 Tomate
      • 4-6 Basilikumblätter
      • Salz, Pfeffer
      • cremiger Balsamico
      • 2 EL Olivenöl


      Zubereitung:
      1. Das Brötchen aufschneiden und auf jede Hälfte einen Esslöffel Olivenöl verteilen.
      2. Mozzarella und Tomaten in Scheiben schneiden. Beides auf die untere Hälfte legen.
      3. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
      4. Balsamico gleichmäßig darauf verteilen.
      5. Basilikumblätter ebenfalls auf den Käse und die Tomaten geben.
      6. Die obere Brötchenhälfte oben drauf legen und fertig ist der Snack!
      Ich empfehle, das Brötchen fest in Alufolie zu verpacken. So wird es kompakt beisammen gehalten und der Saft läuft nicht heraus. Dazu ein gemischter Salat und schon ist die Mittagsmahlzeit perfekt!

      7. Juli 2015

      Rezension: Backe, backe Ehemann



      Inhalt:

      32 Jahre - eigentlich kein Alter. Findet Nicki auch. Aber trotzdem, irgendwann möchte auch sie das Typische: einen Mann, Kinder und ein Haus.
      Auch wenn sie sonst mit ihrem Single-Leben zufrieden ist, beschließt sie ihr Leben umzukrempeln. Wieso sollte eine ihrer To-Do-Listen nicht auch bei der Partnersuche helfen?
      Also erstellt sie ihre eigene "No-longer-Single-Liste" und macht sich daran, Punkt für Punkt abzuarbeiten.
      Und auch wenn nicht sofort der Traumprinz an der Angel ist, so hat diese Liste durchweg Positives an sich: Nicki lernt, sich selber zu akzeptieren, gewinnt neues Selbstvertrauen und außerdem auch gleich noch neue Freunde mit dazu. Im Job läuft es außerdem auch immer besser - mit Eifer und Begeisterung macht sie sich an die kreativen Aufgaben in der Werbebranche.
      Doch bringt diese Liste auch mehr? Wird sie für ihre Mühen auch mit dem Traum ihrer Träume belohnt: einen Ehemann?



      Meine Meinung:

      Gemeinsam mit Nicki, arbeitet der Leser Stück für Stück die Liste ab - die Kapitel sind mit den jeweiligen Punkten der Liste betitelt. Und das macht Spaß!
      Dies ist ein amüsanter und kurzweiliger Frauenroman, der teils so wirkt, als ob Nicki eine Freundin vom Leser ist und sich ihm im gemütlichen Beisammensein und bei einer Tasse Kaffee von ihrem Leben erzählt.

      Nicki ist eine durchweg sympathische und einfach wunderbar normale Frau, die ich sofort ins Herz geschlossen habe.

      Und auch wenn mir nicht jeder Punkt der "No-longer-Single-Liste" eingeleuchtet ist, hatte ich Spaß, gemeinsam mit Nicki an ihrem Leben zu arbeiten und zu feilen, bis sie bereit für einen festen Partner ist. Hierbei habe ich zahlreiche Anregungen für mein eigenes Leben bekommen - am liebsten hätte ich mich gleich mit einem Leuchtmarker hingesetzt und relevante Passagen markiert ;-)

      Das Beste hierbei: Es wirkt nicht so belehrend wie ein typischer Ratgeber, sondern einfach wie eine nette Geschichte für zwischendurch. Sonderlich anspruchsvoll ist dieses Buch natürlich nicht - es reiht sich eher in das Klischee von Frauenromanen. Gerade der Schluss ist vielleicht doch ein wenig zu klischeebeladen - deshalb auch einen Stern Abzug. Aber trotzdem ist ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe.

      Ich kann dieses Buch empfehlen, sei es für Singles, die noch auf der Suche sind, oder einfach für jeden anderen, der eine heitere Geschichte lesen möchte!




      Titel: Backe, backe Ehemann
      Autor: Simone Hausladen
      Verlag: Südwestbuch
      ISBN-Nummer: 978-3944264400
      Preis: 12,50 €

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      4. Juli 2015

      Reisebericht: Guinness, Wiese, Stein - Rundreise durch Irland


      Während sich in Deutschland alle nach getaner Arbeit auf die Couch lümmeln und den Tag mit einem Film ausklingen lassen, ziehen die Iren los in die Pubs. Ein Guinness, etwas Live-Musik, lustiges Tanzen – und der Abend ist perfekt. Aber stimmt das auch wirklich? Ist Irland wirklich so, wie es in Reiseberichten, Dokumentationen und Fotos dargestellt wird?

      Meine Familie und ich wollten das herausfinden. Also ging es mit gepackten Koffern nach Dublin, wo unsere einwöchige Autorundreise durch Irlands Süden beginnen sollte. Bei unserem Glück gab es erst einmal Probleme mit dem Leihwagen (zu viert mit unzähligen Koffern eine ganze Woche in einem Fiat herumfahren? Etwas knapp bemessen!), doch dann ging es endlich los.




      • Landschaft

        Irland ist der Inbegriff von grünen Wiesen, von weitläufiger Landschaft und alten Friedhöfen mit verwitterten Grabsteinen. Natürlich wollten wir genau so etwas sehen. Gelungen ist es uns – wenn wir bewusst die normale Straße verlassen haben, um uns in abgelegene Gebiete zu schlagen. Sonst bekamen wir zwar viel Grün zu Gesicht, allerdings nur von den Büschen und Bäumen, die die unvorstellbar schmalen Straßen einrahmen. Wenn überhaupt konnten nur meine Mutter, meine Schwester und ich die Landschaft genießen, weil sich mein Vater mit unserem großen Leihwagen (hier wäre der Fiat wohl doch besser gewesen…) konzentrieren musste, um nicht in einer der kleinen Steinmauern am Fahrbahnrand zu landen oder den Gegenverkehr zu streifen, der zu unserem Grauen natürlich auch noch von der „falschen“ Seite ankam.

        Da Irland ja bekanntlich eine Insel ist, wollten wir auch unbedingt das Meer sehen. Bei den „Cliffs of Moher“, die berühmten Steilklippen im Südwesten, bin ich aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen! Schade nur, dass dieser Ort wie so viele andere von Touristen regelrecht überlaufen ist und dementsprechend auch ordentlich Eintritt kostet. Damit wurden wir im Laufe unserer Reise immer wieder konfrontiert: die Eintrittspreise. So kostet eine Kirchenruine gleich mal 12 € pro Nase – mit der Zeit hatten wir von dieser scheinbaren Abzocke dann doch genug.

      Cliffs of Moher


      • Essen

        Ehrlich gesagt haben wir schon im Vornerein gesagt: Das mit dem Essen wird in Irland sowieso nichts. Wer nämlich an leckere Pasta oder andere mediterrane Gerichte wie in Italien denkt, ist hier eindeutig fehl am Platz. Gerade das Frühstück ist für uns vom Festland dann doch etwas gewöhnungsbedürftig – wenn man nicht wie meine Schwester im Herzen Irin oder Engländerin ist und bereits morgens Würstchen, Speck und Rührei verdrücken kann. Wir anderen haben da lieber auf das „Kontinental-Frühstück“ zurückgegriffen, wie es liebevoll von den Iren genannt wird: Toast, Butter, Marmelade und manchmal auch Honig.
        Voller Erstaunen mussten wir dann jedoch feststellen, dass man in den Pubs oder auch in anderen Restaurants recht gut essen kann! Mal abgesehen davon, dass Iren zu allem (wirklich allem, sogar Pizza!) „Chips“, bei uns als Pommes bekannt, essen, war die Auswahl von Fleisch- und Fischgerichten groß. Einzig allein die vegetarische Lebensweise scheint auf dieser Insel noch keinen Einzug gefunden zu haben. Vielleicht kommt das ja noch.



      • Ausgehen

        Wer kennt sie nicht? Die gemütlichen Pubs, in denen Guinness getrunken und lustige Live-Musik gespielt wird? Wieder so ein typisches Bild von Irland, das wir natürlich kennenlernen wollten. Also haben wir mehrfach Pubs aufgesucht und wurden auch nicht enttäuscht. Die Musik war klasse, teils haben sich ein paar Musiker gerade zum ersten Mal gesehen und einfach improvisiert. Dazu eine urige Einrichtung und (zumindest für meine Eltern – meine Schwester und ich konnten uns damit nicht wirklich anfreunden) ein Guinness und der irische Abend war perfekt. Hier wurden unsere Erwartungen eindeutig erfüllt, man sollte nur aufpassen, nicht in irgendeiner Touristen-Falle zu landen, bei der diese authentische Stimmung nicht annähernd erreicht wird. Wenn man mit dem für die Iren typischen „hey folks“ begrüßt wird, ist man aber schon mal auf einem guten Weg.




      • Schlafen

        Bis auf wenige Hotels hatten wir oft schöne Unterkünfte. Ganz bekannt sind natürlich die „Bed & Breakfast“, bei denen Privatpersonen Zimmer zum Übernachten sowie ein Frühstück für geringes Geld anbieten. Unsere Gastgeberin war absolut liebenswürdig – und hat uns auch noch nach 23 Uhr seelenruhig am Telefon die Wegbeschreibung erklärt, sodass wir dann doch irgendwann angekommen sind. Liebevoll eingerichtete Zimmer und frisch zubereitetes Frühstück, wir haben uns auf jeden Fall wohlgefühlt!
        Ein anderes Highlight war ein Herrenhaus, ebenfalls eine Art Unterkunft, die es in Irland zu Hauf gibt. Diese Häuser strahlen eine Eleganz aus und versetzen einen in eine andere Zeit. Auch wenn sie meist eher abseits liegen, lohnt sich die Fahrt auf jeden Fall. Bei uns lief im Frühstücksraum leichte Klassikmusik, die Tapeten und Teppiche waren zart gemustert, die Stühle mit Samt bezogen und zum Frühstück gab es eine kleine Karte… ein Ausflug in ein anderes Leben voller Luxus, der sogar recht erschwinglich vom Preis ist und somit bei jedem Irland-Urlaub auf dem Plan stehen sollte.





      Eine Woche für den gesamten Süden Irlands? Unserer Meinung nach viel zu kurz! Oft konnten wir an Orten, die uns interessierten, nicht länger bleiben, weil wir noch eine beträchtliche Strecke bis zu unserer nächsten Unterkunft zurücklegen mussten. Somit sind wir leider meist auch nur bei den hochangepriesenen Touri-Orten gelandet, von denen mehr geschwärmt wird, als dass wirklich etwas dahinter steckt. Wenn wir aber dann doch mal kleinere Wege eingeschlagen haben, sind wir auf nette Plätze und auch das typische Irland gestoßen, wie wir es uns vorgestellt haben. Unser Tipp: Lieber selbst eine Route erstellen und dabei unbedingt genug Zeit fürs Besichtigen einplanen – dann kann man vielleicht nicht ganz Irland sehen, aber zumindest den Teil, für den die Zeit bleibt, dann richtig entdecken.



      2. Juli 2015

      Rezension: Lass mich niemals gehen


      Inhalt:

      Fünfzehn Jahre ist es her, dass Ethan alles hinter sich ließ, um seinen Traum von einem glamourösen Leben zu verwirklichen. Der goldenen Karriere als Psychologe und umschwärmter Medienstar hat er sogar seine große Liebe Céline geopfert. Als Céline ihn Jahre später überraschend zu ihrer Hochzeit einlädt, hofft Ethan auf einen Weg zurück zu ihr. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Ethan sein Leben kosten könnte - oder gibt man ihm doch noch eine Chance?

      New York, 2007. Fünfzehn Jahre ist es her, dass Ethan Heimat und Freunde hinter sich ließ, um seinen Traum von einem glamourösen Leben zu verwirklichen. Tatsächlich gelingt ihm in Manhattan eine steile Karriere als Psychologe und umschwärmter Medienstar. Er schreibt Bestseller zum Thema Selbstvertrauen und Lebensglück – er selbst aber fühlt sich einsam und leer. Die Frauen liegen dem attraktiven Mittdreißiger zu Füßen, doch er kann seine große Liebe Céline nicht vergessen, die er Jahre zuvor auf dem Weg zum Erfolg verlassen hat.

      Unverhofft lädt Céline Ethan zu ihrer Hochzeit am Halloweenabend ein. Ein schicksalhafter Tag, den der Psychologe drei Mal in Folge erleben muss – und jedes Mal wurden seine Aussichten geringer, doch noch seine inneren Dämonen zu bezwingen und sich und denen, die er liebt, die Chance auf ein neues Glück zu ermöglichen.



      Meinung:

      Ein jeder kennt die Geschichte "Und täglich grüßt das Murmeltier".Auch hier wird diese Idee aufgegriffen - und doch wieder ganz anders verarbeitet.

      Das Buch ist aufgeteilt in die einzelnen Tage, die Ethan erlebt und reißt von der ersten Seite an mit.Immer wieder hofft man darauf, dass alles gut wird und muss mehrmals aufs Neue akzeptieren, dass das Schicksal nunmal so läuft, wie es uns vorbestimmt ist.

      Der Schreibstil ist angenehm und die Charaktere sehr liebevoll beschrieben.Anfangs erscheint einem dieser unnahbare Karriere-Mensch Ethan noch etwas unsympathisch, doch dann, auf seiner Reise durch immer wieder den gleichen, schrecklichen Tag, merkt man: auch er besitzt ein Herz.
      Und genau das entdeckt er nach einer längeren, gefühlskalten und einsamen Zeit wieder.

      Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen!



      Titel: Lass mich niemals gehen
      Autor: Guillaume Musso
      Verlag: Aufbau Verlag
      ISBN-Nummer: 978-3746625829
      Preis: 12,95€

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