30. April 2015

Rezension: Silber - Das erste Buch der Träume


Olivia (Liv) Silber hat es nicht leicht im Leben. Sie und ihre Schwester Mia pendeln zwischen den getrennt lebenden Eltern hin und her, und da beide Elternteile der Arbeit wegen an immer neuen Orten leben, haben Liv und Mia notgedrungen schon viel von der Welt gesehen. Nun hat Livs und Mias Mutter einen neuen Mann in ihrem Leben und so ziehen sie alle nach London.
Liv lernt gleich an ihrem ersten Schultag in London eine Clique von vier charismatischen Jungs kennen, die dann prompt in der Nacht durch ihre Träume geistern… oder war das kein Traum? Sie erfährt Dinge, die ihr im „Wachzustand“ nicht gesagt wurden – und die tatsächlich wahr sind! Liv versucht mit Pragmatismus und Humor den seltsamen Träumen auf den Grund zu gehen. Was genau passiert, wenn sie träumt?

Kerstin Gier versteht es wirklich ihre Leser zu fesseln und Charaktere zu schaffen, die man sich wunderbar vorstellen kann. Dieses Buch hat einfach alles dabei, was man sich unter  einem gutem Roman vorstellt: Eine kleine Liebesgeschichte, eine Intrige und spannende Momente im Form einer träumerischen Welt und in der echten Welt. Sehr zu empfehlen!


„Silber – Das erste Buch der Träume“, Kerstin Gier, Fischerverlage, 18,99€

28. April 2015

Rezept / Selbstversuch: Macarons


Sie sind süß, sie sind klein – und zurzeit absolut im Rennen: Macarons. Die bunten Köstlichkeiten gab es bereits im Mittelalter und stammen ursprünglich aus Italien. Caterina de‘ Medici brachte die Macarons Mitte des 16. Jahrhunderts nach Frankreich und die Franzosen waren es auch, die den Macarons die Form gaben, wie wir sie heuten kennen: Zwei zarte Baiserkekse, gefüllt mit einer Creme genannt Ganache – je bunter, desto besser.

Als Frankreich-Liebhaberin ist es fast ein Muss, dass ich mich an dem Backen von Macarons versuche – auch wenn diese Kleinigkeiten mir fast ein Tick zu süß sind. Doch so hübsch wie sie aussehen, eignen sie sich ja auch wunderbar als Mitbringsel.

Zunächst einmal musste also ein Rezept her. Leichter gesagt als getan, denn im Internet kursieren die unterschiedlichsten Versionen. Also habe ich mich zur Sicherheit lieber beim Profi nach einem Rezept erkundigt. Das Grundrezept von Produktionsleiter und Konditormeister  Gisbert Landgraf der Schokoladenmanufaktur Hallingers lautet:

100g gemahlene Mandel
200g Puderzucker
120g Eiweiß
50g Zucker
Lebensmittelfarbe


Bevor ich starte, möchte ich natürlich die Fehlerquellen möglichst minimieren, weshalb ich mir noch weitere Tipps einhole. Laut Landgraf ist es wichtig, das Eiweiß schon einige Tage im Voraus zu trennen und die gemahlenen Mandeln durch ein Sieb zu geben, damit sie ganz fein sind und keine Stückchen enthalten. Die Vorbereitung geht also schon früher los, als gedacht. Während das Eiweiß nun also noch im Kühlschrank ruht, habe ich die Möglichkeit, weitere Informationen sammeln. Und schon stoße ich auf die nächste Hürde: Die Zutaten sollten „auf das Gramm exakt ausgewogen werden“, so der Konditormeister. Meine Waage ist zwar recht neu, doch ob sie auch wirklich die kleinsten Nuancen wahrnehmen kann…

Nun ist es endlich soweit und die Herausforderung kann starten.

  1. Erst einmal heize ich den Backofen auf 150°C vor. Wie empfohlen, siebe ich anschließend die Mandeln und zur Sicherheit auch gleich noch den Puderzucker.
  2. Jetzt wird das Eiweiß geschlagen. Sobald es anfängt schaumig zu sein, gebe ich den Zucker dazu und schlage fleißig weiter. Profi Landgraf warnt hier vor einer weiteren Fehlerquelle: Das Eiweiß darf nicht zu kurz geschlagen werden, „mindestens 8 Minuten, denn es sollte richtig fest sein“. Gesagt getan. Gegen Ende gebe ich noch die Lebensmittelfarbe hinzu, die übrigens am besten ein Pulver sein sollte. Eine Paste funktioniert ebenfalls, nur flüssig sollte sie nicht sein, da ansonsten das Mischungsverhältnis der Zutaten nicht mehr stimmt.
  3. Unter diese Baisermasse werden nun die gemahlenen Mandeln gehoben. Der Macarons-Teig, der dann entsteht, sollte „wie ein Band fließen“. Bis jetzt sieht mein Ergebnis noch ganz passabel aus, auch wenn der Teig doch recht flüssig ist…
  4. Nun geht es an die Feinarbeit: Ich fülle den Teig in einen Spritzbeuteln und gebe kleine Kreise auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist. Wieder einmal heißt es: geduldig sein. Die noch nicht gebackenen Macarons sollten ca. 20 Minuten ruhen, bevor sie in den Backofen kommen.
  5. Endlich ist es soweit, die bunten Kreise können in den Ofen! Doch zuvor muss laut Konditormeister der Ofen auf 145°C herunter gestellt werden. Nach 12 – 14 Minuten sind die Macarons fertig und ich lege sie zum Abkühlen auf eine kalte Fläche. So ganz überzeugt mich mein Ergebnis allerdings nicht. Vielleicht war meine Waage doch etwas zu ungenau, denn das für die Macarons typische Füßchen ist bei meinen nicht zu erkennen, sie sind regelrecht in sich zusammen gesunken. Ich merke, dass die zahlreichen Ratschläge für die richtige Herstellung nicht unbegründet sind – es ist eine wahre Kunst, die bunten Baiserkekse zu backen!

Trotz meines kläglichen Ergebnisses, möchte ich nicht darauf verzichten, die Ganache zu testen. Hier kann nun jeder seine Kreativität freien Lauf lassen. Ich bin beeindruckt, wie viele Möglichkeiten es gibt! Von einer zarten Vanillecreme über den Klassiker Schokolade bis hin zu einer nussigen Ganache mit Pistazie. Ich entscheide mich dafür einen Teil der Macarons mit einer Vanille- und den anderen mit einer Schokoladencreme zu füllen.

Hierzu lasse ich 100g weiße Schokolade schmelzen und vermische sie mit 50g Sahne, bis sich eine Crème bildet. Mit dem Mark einer Vanilleschote verfeinere ich sie. Für die andere Variante schmelze ich 100g Vollmilchschokolade mit 40g Sahne auf die gleiche Weise. Die Ganaches sehen genau richtig aus – doch mein anfänglicher Stolz wird wieder gedämpft, als ich auf meine misslungenen Schalen blicke. Da muss ich wohl nochmal ran.



Zum Glück habe ich von Hallingers regelrechte Prachtstücke von Macarons bekommen. So müssen sie also aussehen! Jetzt heißt es wohl: üben, üben, üben – solange, bis auf meinem Backblech ebenfalls repräsentable Exemplare von Macarons liegen. Bis dahin brauche ich wohl ein anderes Mitbringsel zum Nachmittagskaffee. Aber es gibt ja noch den „einfachen“ Kuchen, den bekomme ich (zumindest meist) gut gebacken.

27. April 2015

Endlich wieder ein Lebenszeichen!


Hallo ihr Lieben!

Mittlerweile grenzt es beinahe an ein Wunder, dass ihr mal wieder von mir zu hören bekommt, nicht wahr? ;-)

Aber ich hatte meine Gründe, beziehungsweise einen Grund, den ihr garantiert mit einem wehleidigen Kopfnicken akzeptieren könnt: das Abitur.

Nur noch vier Wochen und ich habe es geschafft - doch bis dahin gab es (und gibt es leider weiterhin noch) stets so viel zu tun, sodass ich gar nicht mehr zum Bloggen gekommen bin.
Jetzt nehme ich mir aber nun endlich mal kurz die Zeit, um ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben.

Ihr könnt euch auf jeden Fall schon einmal auf leckere Rezepte und nette Buchtipps freuen, die ich für euch vorbereitet habe. Danke, dass ihr mir trotz dieser gähnenden Leere bei "meeresrauschen" treu geblieben seid und ich freue mich darauf, nach dem Abitur wieder Zeit zum Bloggen zu finden!

Viele Grüße,

Janne