13. April 2014

Auf die Plätze, fertig, GRILLEN! - Die Grilltypen


Die Tage werden länger, die Vögel zwitschern und die Knospen sprießen wie wild – der Frühling ist da! Endlich ist es wieder warm und lange Abende im Freien stehen an. Kaum lässt sich die Sonne das erste Mal länger blicken, sitzen bereits die ersten in ihren Gärten und eröffnen die Grillsaison, denn was schöner und entspannender, als gemeinsam mit Freunden und/oder Familie die Sonnenstrahlen bei einem ausgiebigen und leckeren Essen zu genießen? Doch für manche entwickelt sich dieser Freizeitspaß zu regelrechtem Stress. Lernt nun die gängigsten Typen kennen, die euch beim Grillen begegnen können.



  • Der Wissenschaftler
Die Familie fragt nach Grillen. Die Augen weiten sich, der Puls geht nach oben. „Dann muss ich ja unbedingt noch heute los, ansonsten ist das qualitativ hochwertige Fleisch bereits weg!“ Nach panischen Einkäufen in unzähligen Supermärkten, um auch ja die besten Produkte zu erhalten, werden die unterschiedlichsten Marinaden angefertigt und das Fleisch höchst persönlich eingelegt. Der Grillabend steht an und der Wissenschaftler läuft zur Höchstform auf: Stolz wird der Grill präsentiert, der nach sorgfältiger Recherche ausgesucht wurde. Das teure, multifunktionelle Gerät wird noch kurz bestaunt und dann beginnt der Grillstress. Das Fleisch muss auf den Punkt gegart, die Luftzufuhr zum Grill optimal eingestellt, die Marinaden gut eingezogen und der Grillgeschmack perfekt sein. Schweißdurchnässt setzt er sich erst als letzter und ist dennoch überzeugt: „Grillen ist doch so wunderbar entspannend!“






  • Der Vegetarier
Unter Fleischfressern fühlt er sich unwohl und benachteiligt. Da schnippelt er wie wild das ganze Gemüse, bereitet den Tofu vor oder kauft Grillkäse, und dann: kein Platz! Das Fett vom Fleisch trieft bereits vom Rost, Wut breitet sich aus. Dann eben doch das umständliche Hantieren mit Alufolie, bis alles seinen Platz gefunden hat. Mit dem Quietschen des Grillkäses im Mund wird er dennoch glücklich. Und die Variation der Beilagen ist grandios Wozu braucht man schon Fleisch zum Grillen? Viel zu einseitig!








  • Der Container
Tick, tack, tick, tack… Die Zeit vergeht viel zu langsam! Der Magen grummelt, das Brot und die Soßen locken bereits. Also eben eine kleine Vorspeise. Und noch etwas, immerhin dauert es ja, bis das Fleisch endlich auf den Tisch kommt. Nach weiteren drei Scheiben Baguette, gewaltigen Haufen von Soße und Salat ist es endlich so weit. Jetzt nur ein, zwei Stücke Fleisch? Niemals, nach dieser langen Wartezeit ist er ja fast verhungert! Da muss auf jeden Fall ein regelrechter Fleischberg her! Kaum ist der Teller leer, wird wieder ordentlich Nachschlag geholt, mal von dieser Sorte, mal von jener Sorte. In Rekordzeit wird alles verputzt, was ihm unter die Finger kommt – und danach? Übelkeit. Dennoch war es schön, eindeutig.








  • Der Spontane
Spontan grillen? Eine grandiose Idee! Ein kleiner Einweggrill reicht allemal aus. Also ein kurzer Blick ins Gefrierfach. Wenn doch nicht mehr genügend Vorrat vorhanden ist, auch kein Problem. Dann eben noch zum Supermarkt hechten und das Nächstbeste kaufen – immerhin geht es ja um das Grillen an sich und nicht um kulinarische Höhepunkte. Hier ist es mit Fleisch getan, Zeit für die Vorbereitung von Beilagen bleibt nicht. Es ist soweit: Der Grill geht nicht an, das Fleisch ist verkohlt, aber trotzdem noch nicht durch gegart und der Magen sehnt sich nach etwas Abwechslung, wie beispielsweise einem netten kleinen Salat. Nichtsdestotrotz ist er glücklich. Ein Hoch auf die Spontanität!






  • Der Normale
Keine Angst, es gibt ihn doch, den ganz „normalen“ Griller. Dieser genießt ganz einfach das Zusammensitzen mit Freunden und/oder Familie, isst bis er satt ist und verbringt einen wirklich entspannten Abend – unkompliziert, zufrieden und beneidenswert.



Aber egal welcher Typ man auch ist, Hauptsache man freut sich auf das Grillen und verbringt eine schöne Zeit – so steht dem genüsslichen Schlemmen im Freien nichts mehr im Wege.

2 Kommentare:

  1. Super lustig. Schön malwieder was von dir zu lesen. Habe herzlich gelacht. Ich kenne wohl jeden Typen. Die Beschreibungen sind spitze
    Liebe Grüße
    Das Moos von http://moosteppich.blogspot.de/

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  2. Haha, herrlich!! Supergut beschrieben. Männchen und ich sind eindeutig beide Container, was hin und wieder mal in erbitterten Kämpfen ausartet ;)

    Danke für das liebe Kompliment! Gelernt habe ich das alles leider nie, auf dem Papier bin ich Ärztin, aber eben nicht im Kopf. Daher habe ich das Abenteuer gewagt und mich schon vor einiger Zeit im kreativen Bereich selbständig gemacht. Jetzt mache ich Produktfotos für Onlineshops, Stylings für Zeitschriften, schreibe Kolumnen... nennen wir es mal multiple streams of income, aber bis jetzt geht es sich gut aus und ich bin um einiges glücklicher damit :)

    Lieber Gruß!

    Vera

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Ich lese jeden einzelnen mit Freude durch - zwar gebe ich mir Mühe, alle zu beantworten, schaffe es leider zeitlich nicht immer.
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Besucht mich bald wieder! :-)

Liebe Grüße, Janne