22. November 2013

DIY: Wärme, Licht und Gemütlichkeit– ein Selbstversuch im Kerzengießen

Sanftes Licht und Wärme – Kerzen sind in dieser kalten Zeit ganz wunderbare kleine Retter, denn diese Gemütlichkeit, die eine Kerze verbreitet, lässt sich mit keiner Lampe nachahmen.
Als regelrechte Kerzenfanatikerin wollte ich mich an etwas Neues wagen: Anstatt meine Lieblinge nur zu kaufen, habe ich selbst Hand angelegt und mir eine eigene Kerze gegossen.
Zunächst einmal braucht man Zeit. Viel Zeit.
Insbesondere für die Kerzenart, die ich mir herausgesucht habe, da jede Schicht mehrere Minuten trocknen muss, bevor dann sorgfältig die nächste aufgegossen werden kann.
Doch nun zurück zum Anfang. Bevor es überhaupt losgehen kann, sollten die notwendigen Materialien vorhanden sein. Neben Töpfen braucht man nämlich noch die entsprechenden Gießformen, den Docht und selbstverständlich auch das Wachs.
Deshalb habe ich mir ein Kerzen-Set besorgt, welches das selbstständige Gießen zum Kinderspiel macht.


 1. Schritt:
Die wichtigste Tätigkeit bei dem ganzen Herstellungsprozess ist verständlicherweise das Schmelzen von Wachs. Damit beginnt man auch. Für meine Kerze habe ich 8 TL Wachs-Kügelchen benötigt, die in dem Set bereits enthalten sind. Sie werden in einen kleinen Topf gegeben, der wiederum in einem größeren, mit Wasser gefüllten Topf schwimmt. Durch das Erhitzen des Wassers, schmilzt das Wachs langsam ohne anzubrennen.

2. Schritt:
Während das Wachs sich Stück für Stück verflüssigt, kümmert man sich um die Gießform. Der Docht muss geschnitten und das Loch an der Spitze der Form gut zugeklebt werden, damit später kein Wachs austreten kann. Das restliche Ende des Dochtes wird nun an einem Bleistift festgeknotet. Somit ist der Docht in der Kerze gerade und ihr habt lange Freude an dem schönen Licht.


 3. Schritt:
Schon kann das Gießen losgehen. Das Wachs wird Stück für Stück in den Behälter gefüllt und nach jeder Schicht wird dem restlichen Wachs einen Teil eines Wachsstiftes in grüner Farbe hinzugefügt, um so die gewünschten farblich unterschiedlichen Schichten zu erhalten. Dieser Schritt dauert jedoch recht lange, da jede Schicht mindestens eine Viertelstunde Trockenzeit in Anspruch nimmt, bevor die Form weiter gefüllt werden kann.

4. Schritt:
Zu guter Letzt stellt man die Kerze in ein kaltes Wasserbad. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken – oder man vertreibt sich die Zeit mit Plätzchen backen, wie es getan habe. Weihnachten kann kommen!
Nach eineinhalb bis zwei Stunden ist das Werk vollbracht: Der Docht wird entsprechend abgeschnitten, die Kerze wird aus der Form gelöst und sollte nun noch kurz in den kleinen, noch warmen Topf gestellt werden, um einen gerade Boden und somit einen fest Stand zu erhalten.

Fertig ist eure eigene Kerze, die ihr entweder gleich anzünden oder euren Lieben zu Weihnachten schenken könnt!


21. November 2013

Mystisches Drama


  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Preis: 9,99 €
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage 1 (23. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596195330
  • ISBN-13: 978-3596195336
  • bestellen unter: amazon.de

    BEWERTUNG:  X X X X X / X X X X X




  • Klappentext:
    Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen? Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen… Yrsa Sigurdardóttir hat einen gespenstisch gruseligen und unglaublich spannenden Thriller geschrieben, den man nur bei verriegelten Türen und Fenstern lesen sollte. Eiskalt, gespenstisch und fesselnd: Dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven




    Cover:
    Das Cover ist insgesamt sehr gut gelungen.
    Das Hintergrundbild vermittelt die für Island typische Stimmung: Verwunschen, einsam und gespenstisch. Schön finde ich ebenfalls, dass das Logo die Farbe des Titels aufgreift, so wirkt das Cover noch stimmiger.
    Mir gefällt das schaurige Cover - passend zum Genre des Buches :-)



    Aufbau:
    Das Buch beginnt mit dem Ende. Odìnn und seine Tochter Rùn befinden sich in einem Auto, dessen Auspuff verstopft ist. Odìnn realisiert dies Stück für Stück, kann sich und seine Tochter jedoch nicht aus dem Auto retten, da er durch die Abgase bereits benebelt ist.
    Dies fesselt den Leser gleich zu Beginn, da sich die Fragen stellen, ob Rùn und Odìnn nun wirklich in dem Auto umgekommen sind, sowie weshalb es überhaupt so weit kommen musste.

    Ansonsten hat das Buch zwei Handlungsstränge.
    Zum einen wird aus Odìnns, zum anderen aus Aldìs' Sichtweise erzählt, was sich Kapitel für Kapitel abwechselt.
    Es ist interessant, dass sich auch die Zeit, in der die jeweiligen Geschichten spielen, ändert.



    Meinung:
    Die Idee hinter "Seelen im Eis" ist gelungen, leider hätte man sie aber besser umsetzen können.
    Meiner Meinung nach ist "Seelen im Eis" nämlich kein richtiger Thriller.
    Nur weil Geister eine Rolle spielen und es letztendlich einen leicht verrückten Mörder gibt (wer es ist, soll hier nicht verraten werden), heißt es noch lange nicht, dass es sich wirklich um einen guten Thriller handelt.
    Ich habe bereits Thriller gelesen, die mich komplett gefesselt haben, bei denen ich sogar zwischendrin kurz innehalten und verschnaufen musste, weil die Geschichte mich einfach so mitgenommen hat.
    Dies hat hier leider gefehlt.
    Die teils erzwungenen Geistererscheinungen, sei es bei Aldis oder Odinn, hätten weggelassen werden können. Wahrscheinlich wäre das Buch somit sogar besser gewesen und ich hätte nicht über diesen krampfhaften Versuch, Spannung zu erzeugen, den Kopf schütteln müssen.



    Fazit:
    Die Geschichte an sich ist aber eine gute Idee und das Buch ist garantiert nicht schlecht. Zwar konnte es mich leider nicht sonderlich vom Hocker hauen, aber dennoch habe ich es gerne gelesen und wollte auch das Ende erfahren, welches mich sogar überrascht und regelrecht "wachgerüttelt" hat.




    15. November 2013

    Eine wunderbare Achterbahn der Gefühle!

    Hallo meine Lieben,

    heute habe ich wieder einmal eine kleine Rezension für euch.
    Viel Spaß - vielleicht findet dieses Buch ja einen Platz auf eurer Weihnachtswunschliste...? :-)


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuchverlag (1. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423715626
  • ISBN-13: 978-3423715621
  • bestellen unter: amazon.de

  • BEWERTUNG:  X X X X X / X X X X X

    „Liebesgeschichten? Sind doch so absehbar und langweilig geworden!“
    Wer mit dieser Einstellung „Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover wieder in das Regal zurück stellt, verpasst eine große und ganz wunderbare Achterbahn der Gefühle!


    COVER:
    Das Cover ist ein richtiger Blickfang. Der pinke Farbklecks sticht ins Auge und ganz besonders toll gelungen ist, dass die Anfangsbuchstaben des Titels den Namen „Will“ ergeben – grandios!

    INHALT:
    Die 18-jährige Layken muss nach dem Tod ihres Vaters an einem Herzinfarkt ihre geliebte Heimat Texas verlassen. Ab sofort nennt sie, zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, Michigan ihre neue Heimat, auch wenn sie sich anfangs dort noch nicht recht wohlfühlt.
    Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sie gleich am ersten Tag die Bekanntschaft mit dem atemberaubenden Will macht und weiß: Das ist Liebe auf den ersten Blick!
    Doch dem jungen Glück stellt sich ein gewaltiges Hindernis in den Weg - bereits nach kurzen drei Tagen.
    Will und Layken müssen mit schweren Schicksalsschlägen kämpfen und lernen, was wirklich im Leben zählt.

    FAZIT:
    Kaum angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Die Charaktere haben mich in ihren Bann gezogen und ich habe zusammen mit ihnen gelacht, gelitten und geweint.
    Ein solch emotionales, tiefgründiges Buch habe ich seit längerem nicht mehr lesen können.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, ich habe kein einziges Mal inne halten und mich über die Sätze wundern müssen. Grandios sind ebenfalls die Poetry-Slam –Texte (Poetry Slam = literarischer Wettstreit, bei dem jedoch nicht nur die Texte vorgelesen sondern auch performt werden), die mich tief in meinem Herzen berührt haben.

    Alles in allem kann ich nur sagen: Dieses Buch ist jeden Cent wert!


    PS: Ihr findet diese und weitere Rezensionen von mir auch auf Lovely Books: [klick]

    5. November 2013

    Eine Stadt in Fluten - Das wunderschöne Passau



    Gebrandmarkt durch unaufhaltbare Wassermassen. Berühmt durch die Zuversicht.
    Seit Juni diesen Jahres kennt so gut wie jeder die Stadt Passau, denn zu dieser Zeit strömte der Regen unaufhörlich vom Himmel und füllte die Donau, den Inn und die Ilz tagtäglich mit mehr Wasser.
    Dass es dann zu einer Überflutung kommt, war absehbar.
    Dass diese jedoch die höchste Flut sein wird, die Passau jemals zu Gesicht bekam, konnte damals noch keiner wissen.
    Doch die Folgen sind fatal. Der Wasserspiegel stieg um ca. 10 Meter an und überflutete die Erdgeschosse und ersten Stöcke der Häuser - und hinterließ reine Verwüstung.
    In den Zimmern türmte sich der Schlamm und jegliche Möbel oder auch Böden waren unwiederbringlich zerstört.
    In dieser schrecklichen Zeit hat sich jedoch eines herauskristallisiert: Der Zusammenhalt der Bewohner ist einmalig. Jeder hat mit angepackt und sein bestes getan, um der Stadt wieder ihr schönes Aussehen zu verleihen.


    Auch im November sind die Auswirkungen noch zu spüren.
    Meine Familie und ich haben uns auf den Weg zu der "Drei-Flüsse-Stadt" gemacht, um auszukundschaften, ob sie als künftige Uni-Stadt für mich in Frage kommt.
    Mein Traumstudiengang: Medien und Kommunikation.
    Passau hat einiges zu bieten und erfüllt jegliche Wünsche - ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt, beinahe wie zu Hause. Die Gässchen sind wunderschön, überall die Flüsse, alte Häuser im Barockstil und die große Fußgängerzone nicht zu vergessen!

    Wir haben zwei ganz wundervolle Tage dort verbracht, sind mit dem Schiff auf der Donau entlanggetuckert, haben Einblicke in Passaus Geschichte bekommen, konnten den Dom und den Rathaussaal bestaunen, waren ein bisschen Bummeln und haben natürlich auch gutes Essen genießen können.

    So schön es auch war: Ein unheimlicher Schleier liegt noch über der Stadt.
    Viele Läden stehen leer, Fenster und Türen zum Trocknen speerangelweit geöffnet. Eine Vielzahl von Restaurants sind geschlossen, ja sogar die gesamte Künstlergasse.

    Dennoch: Passau wirkt lebendig und die Universität ist einfach ein Traum!


    Studiert jemand von euch in dieser wundervollen Stadt?
    Ich bin noch hin- und hergerissen, ob ich es mich trauen soll, in diese (zwar nur 250 km entfernte) Stadt zu ziehen; das Hochwasser ist einfach stets präsent.
    Die Frage ist nicht, ob die Flut wieder kommt, sondern wann!

    Wie geht ihr damit um?

    Liebe Grüße

    Janne